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Rauchen kostet: Zigarette oder Kleinwagen?

Rauchen ist nicht so ganz billig: Mit einem durchschnittlichen Taschengeld dürfte das kaum zu bewältigen sein. Und nach spätestens 10 Jahren hätte man locker das Geld für ein neues Auto zusammen...

Die Bundesregierung erhöht ja immer mal wieder die Tabaksteuer, um mit dem Geld die Kosten für die Krankenversicherungen zu dämpfen. Gleichzeitig sollen dadurch möglichst viele vom Rauchen abgehalten werden. Ob beides auf einmal möglich ist, sei jetzt mal als Frage in den Raum gestellt.

Aber auch ohne Erhöhung ist Rauchen nicht so ganz billig: Schon bei einem Preis von etwa 5,00 Euro kommen Summen zustande, die mit einem durchschnittlichen Taschengeld kaum noch zu bewältigen sein dürften. Ein kleines Rechenbeispiel:

Also, eine Packung am Tag ist – früher oder später – eigentlich für ziemlich viele Raucher der Standard. Das macht dann schon nach zehn Jahren mal locker einen Mittelklassewagen, neu gekauft! Oder auch eine Stereoanlage nach gerade mal ein bis zwei Jahren, jeden Monat sieben neue CDs; oder, oder, oder... Ach, und nehmen wir einfach mal an, der Preis ginge demnächst noch einen Euro rauf... wir machen jetzt nicht noch ‚ne Tabelle auf, aber soviel sei gesagt: Der Kleinwagen darf dann schon über 20.000 Euro kosten.

Da kann man sich schon fragen, ob sich das so richtig lohnt, das ganze Geld zu verbrennen. Kommt ja noch die Gesundheit hinzu, die noch wichtiger sein dürfte als die Kohle: Lungenkrebs, erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko, Kurzatmigkeit, miese Kondition... den meisten dürften die einschlägigen Folgen bekannt sein, es steht ja schließlich auf jeder Packung mit drauf. Dabei darf man nicht vergessen: Nikotin ist eine Droge und macht süchtig – ein ehrlicher Raucher wird da nicht widersprechen.

Übrigens gibt es auch einige Studien, die besagen, dass viele Jugendliche möglichst schnell ein eigenes Auto haben wollen. Wir haben euch ja jetzt einen Tipp gegeben, wie das funktionieren könnte...

Links zum Thema: www.rauchfrei-info.de

Aktionssite zum Thema Rauchen von der Europäischen Union.

Zigaretten pro Tag    Kosten im Monat (30 Tage) ca.   Kosten im Jahr ca.   Kosten nach 10 Jahren ca.

½ Packung                  75 Euro                                             900 Euro                      9000 Euro
1 Packung                  150 Euro                                           1800 Euro                    18000 Euro
2 Packungen              300 Euro                                           3600 Euro                    36000 Euro

Warnung vor trendigen E-Zigaretten

Shishas-to-go: Riskante Inhaltsstoffe

Gerade Jugendliche sollen von „Shishas-to-go“ angelockt werden. Das Problem dabei: Die gesundheitlichen Risiken sind schwer abzuschätzen...

Himbeere, Apfel, Minze, Schoko… Gerade Jugendliche sollen von „Shishas-to-go“ angelockt werden: Die E-Zigaretten mit vielfältigen Geschmacksrichtungen stellen halt eine reizvolle Kombination dar, der „Kugelschreiber-Look“ in bunten Farben peppt das ganze noch etwas auf – fertig ist das Trendprodukt. Ähnlich wie bei E-Zigaretten laufen die Mitnehm-Shishas auf Batterie und sind mit aromatisierten Flüssigkeiten („Liquids“) gefüllt. Zieht man dran, verdampft die Flüssigkeit und die Spitze leuchtet. Das Ganze gibt’s mit und ohne Nikotin.

Das Problem dabei: Die gesundheitlichen Risiken sind schwer abzuschätzen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt auf jeden Fall schon mal vor den Inhaltsstoffen der Liquids. Da drin befindet sich das Verneblungsmittel Propylenglykol, und das kann die Atemwege reizen und die Lungenfunktion beeinträchtigen. Ob ein dauerhafter Gebrauch der Shishas auch Langzeitfolgen für die Gesundheit hat, weiß man nicht. Über die Inhaltsstoffe erfährt man auf den Packungen in der Regel nichts. Daher weiß man z. B. auch nicht sicher, ob man die nikotinfreie Variante erwischt hat oder nicht. Vorsicht kann jedenfalls nicht schaden: Wir raten von solchen Trend-Experimenten mit der Gesundheit ab. Und wer das Gefühl hat, nach dem Rauchen einer Shisha-to-go Probleme zu kriegen, sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen.

25/06/2014