ULC rät zur Wachsamkeit : Dioxine im Tierfutter – Ist Luxemburg eine Insel ? (06/01/2011)


Laut offiziellen Quellen stellt die ULC fest, dass Luxemburg, zumindest momentan, von dem Dioxin Skandal nicht betroffen zu sein scheint. Folgendes wurde der ULC bestätigt :
· Die Futtermittelhersteller in Luxemburg haben kein verseuchtes Rohfett aus Deutschland importiert,
· Die Kontrollen bei den Futtermittelproduzenten und den verarbeitenden Betrieben, also den Bauern in Luxemburg, blieben negativ,
· Die Veterinärinspektion hat bis jetzt kein kontaminiertes Fleisch oder Eier im Luxemburger Einzelhandel gefunden.
Was sind überhaupt Dioxine ?
Dioxine und die dioxinähnlichen polychlorierten Biphenyle (PCB) sind giftig und zum Teil krebserregend. Sie reichern sich im Körper an, werden praktisch nicht abgebaut. Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind für 80 Prozent der menschlichen Gesamtaufnahme an Dioxinen verantwortlich. Die durchschnittliche Dioxinbelastung der Bevölkerung ist am oberen Limit dessen, was die Weltgesundheitsorganisation als akzeptabel einstuft.
Wie hoch sind Eier und Fleisch denn jetzt verseucht ?
Der EU-Grenzwert von 3 pg (Pikogramm) Dioxin pro Gramm Fett wurde, in Deutschland, bis auf eine Ausnahme nicht erreicht. Die Messwerte lagen zwischen 0,27 und 2,55 pg pro Gramm Fett. Damit wären die Eier und das Putenfleisch rechtlich wieder frei zum Verzehr!!
Daher fordert die ULC :
· Europäische Futtermittelhersteller müssen gezwungen werden, jede Ladung einer Futtermittelkomponente auf Dioxine/PCBs zu untersuchen – und zwar ehe sie als Zusatz in das Futter gemischt wird.
· Die staatliche Futtermittelüberwachung muss so ausgerichtet werden, dass keine einzige Zutat mehr in das Futter gelangt, die nicht den Grenzwerten entspricht.
· Bei Grenzwertüberschreitung ist die gesamte Lading gefahrlos zu vernichten.
· Futtermittelhersteller müssen weitreichend für Dioxineinträge in Futtermittel haften.
Die Haftung muss alle aus der Dioxinbelastung entstehenden Kosten umfassen.