Die ULC weist auf etwaige Sicherheitsrisiken bei den kontaktlosen Kreditkarten hin


Um die Zahlungsvorgänge der Bankkunden weiterhin zu vereinfachen, werden diese zukünftig kontaktlose (contactless) Kredit-und Zahlungskarten erhalten. Gleichzeitig werden die Kassenterminals nach und nach erneuert, um diese der neuen Technik anzupassen.

Aktivierung:

Die ULC weist darauf hin, dass, um mit der kontaktlosen Karte zahlen zu können, es erforderlich ist:

  • eine erste Transaktion wie bisher durch Einführen der Karte in das Zahlungsterminal und Eingabe des PIN-Codes zu tätigen.
  • oder es muss eine Geldabhebung an einem Geldautomaten getätigt werden.

Bei jedem Zahlungsvorgang kann der Kunde entscheiden, ob er die Karte in das Gerät einführen, oder kontaktlos bezahlen möchte. Kontaktlose Einzelzahlungen sind aus Sicherheitsgründen lediglich bis zu einem Maximum von 25 € möglich. Kommen so 100 € zusammen, muss der Pin-Code bei der nächsten Zahlung eingegeben werden.

Sicherheitsrisiken:

Kontaktlose Karten erlauben den blitzschnellen Datenaustausch zwischen zwei Geräten, zum Beispiel Handy oder Kreditkarte mit einem Kassenautomaten. Die Daten werden über eine kurze Distanz von ungefähr 10 Zentimetern per Funk übertragen. Das mögliche Problem bei den Karten ist, dass das Kassenterminal direkt auf die Karte zugreifen muss. Die Kartendaten liegen quasi offen und können im Prinzip auch von fremden Lesegeräten gelesen werden, die nahe genug an die Karte herangeführt werden. Hierfür gibt es Schnüffelsoftware. Also besteht ein Missbrauchs- beziehungsweise Sicherheitsrisiko.

Daher rät die ULC den Besitzern von kontaktlosen Kredit- oder Zahlungskarten dringend, auf ihr Umfeld zu achten, um einer möglichen Kartenauslesung durch Kriminelle vorzubeugen. Dies gilt insbesonders, wenn sie in einer Warteschlange vor der Kasse stehen.

Die ULC weist desweiteren darauf hin, dass die Contactless-Funktion auf vorherige Anfrage bei der jeweiligen Bank deaktiviert werden kann.

Mitgeteilt von der ULC am 15.11.2016