Alles hatte so gut begonnen: ein angenehmer Flug zu einem sonnigen Reiseziel. Man kann sich das Paar an Bord leicht vorstellen, wie es auf die langersehnten Ferien anstößt. Doch ihr Glück währte nur kurz. Bereits bei der Ankunft informierte der Vertreter des Reiseveranstalters die Gäste, dass ihr Hotel komplett storniert worden sei und sie in einem anderen Haus untergebracht würden, mehr als 45 Minuten Fahrt entfernt vom ursprünglich reservierten Ort. Vor vollendete Tatsachen gestellt, hatten die Gäste keine andere Wahl, als diese Notlösung zu akzeptieren, ein Hotel, dessen Standard deutlich unter dem gebuchten und bezahlten Niveau von fast 4000 Euro lag. Diese plötzliche Wendung wirkte sich auch auf die gebotenen Leistungen aus. Die Mahlzeiten waren fragwürdig, die Auswahl an Buffets minimal und wenig abwechslungsreich, die Strand- und Terrassenausstattung sehr einfach, der Lärm durch den Aufzug unerträglich, und ein Transfer zum Rückflug war nicht vorgesehen. Kurz gesagt: Der Reiseveranstalter hatte eine Luxusreise verkauft und diese einseitig durch eine deutlich günstigere und qualitativ schlechtere Alternative an einem anderen Ort ersetzt.
Zunächst bot der Veranstalter einen Gutschein über 1000 Euro für einen zukünftigen Aufenthalt an, eine Summe, die die Gäste verständlicherweise ablehnten, da sie die Differenz zwischen den beiden Hotels in keiner Weise abdeckte. Nach zahlreichen Schriftwechseln zwischen unseren Mitgliedern, der CLLV, dem Reiseveranstalter und dem Reisebüro konnte schließlich eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden werden. Auf eine von der CLLV auf rund 3200 Euro geschätzte vollständige Erstattung der Hotelkosten wurde ein Betrag von etwa 2700 Euro vereinbart, was bereits deutlich zufriedenstellender war als das allererste Angebot.