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Betrug im Internet - Ein neues Portal zum Schutz und zur Orientierung

Luxemburg startet eine neue Plattform, um Verbraucherinnen und Verbrauchern zu helfen, Betrügereien zu erkennen und zu melden.
30 Oktober 2026
cyberfraud.lu

Internetbetrug entwickelt sich ständig weiter und wird immer raffinierter. Ob Sie online einkaufen, Ihre Bankkonten überprüfen oder auf Nachrichten antworten – Sie können mit Betrugsversuchen konfrontiert werden. Angesichts dieser wachsenden Bedrohung hat die luxemburgische Regierung in Partnerschaft mit wichtigen Akteuren des Finanzsektors und öffentlichen Institutionen eine neue Version des Portals cyberfraud.lu gestartet. Dieses Portal wurde konzipiert, um Verbraucherinnen und Verbrauchern zu helfen, die Risiken besser zu verstehen und schnell zu reagieren, wenn Sie Opfer eines Betrugs werden.

Konkrete Instrumente für Opfer

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Schaffung eines echten Leitfadens für Betrugsopfer. Zu oft fühlen sich Menschen verloren, wenn sie realisieren, dass sie betrogen wurden: Was ist zu tun? Wen soll man anrufen? Welche Informationen sollte man aufbewahren? Das neue Portal beantwortet genau diese Fragen und führt den Nutzer Schritt für Schritt je nach seiner Situation.

Das Portal enthält auch ein praktisches Formular, das Opfern hilft, alle Informationen zu ihrem Vorfall zu strukturieren. Dieses Instrument unterstützt Sie dabei, den Ablauf der Ereignisse, die beteiligten Personen, durchgeführte Transaktionen, erhaltene Nachrichten oder angeklickte Links zu notieren. Das ist von unschätzbarem Wert in den ersten Momenten nach der Entdeckung eines Betrugs, wenn Stress es oft schwer macht, sich an die Details zu erinnern.

Warnsignale erkennen

Doch Prävention bleibt die wirksamste Waffe. Cyberfraud.lu 2.0 präsentiert einen Katalog der wichtigsten Betrügereien, die derzeit in Luxemburg beobachtet werden. Sie erfahren dort, wie gefälschte Bankennachrichten funktionieren, Identitätsdiebstahl erfolgt, gefälschte Anlagenangebote locken, Zahlungsbetrug abläuft oder wie telefonische Manipulationen funktionieren. Jedes Szenario wird mit konkreten Beispielen und zu erkennenden Warnsignalen dargestellt.

Dieser praktische Ansatz ermöglicht es Ihnen, einen echten Wachsamkeitsreflex zu entwickeln. Anstelle allgemeiner Ratschläge lernen Sie, genau zu erkennen, was Sie alarmieren sollte: eine ungewöhnliche Nachricht, ein verdächtiger Anruf, eine Anfrage nach persönlichen Informationen, ein zu gutes Angebot.

Eine kollektive Verantwortung

Die nationale Sensibilisierungskampagne 2026 basiert auf einer starken Überzeugung: Der Kampf gegen Internetbetrug kann nicht allein auf den Schultern der Verbraucher liegen. Banken, Telekommunikationsbetreiber, digitale Plattformen, öffentliche Behörden – alle haben eine Rolle zu spielen. Deshalb bringt dieses Projekt namhafte Partner zusammen, darunter das Luxembourg House of Cybersecurity, die ABBL, die Direktion für Verbraucherschutz, die CSSF und mehrere andere Institutionen.

Die Schlüsselbotschaft: Nicht klicken. Überprüfen. Melden.

Um diese Mobilisierung zu verstärken, verbreitet die Regierung einen Videoclip, eine Medienkampagne und viele Online-Inhalte. Die zentrale Botschaft ist einfach, aber kraftvoll: „Nicht klicken. Überprüfen. Melden.“

Dieser Aufruf zum Handeln erfasst das Wesen der Prävention: Dem Impuls widerstehen, sich Zeit nehmen, die Quelle überprüfen und jeden verdächtigen Vorfall melden. Jeder Bürger, der so handelt, trägt dazu bei, die Ausbreitung von Betrügereien zu reduzieren.

Diese Initiative ist Teil der Nationalen Resilienzstrategie namens „Lëtz Prepare“. Sie erkennt an, dass digitale Risiken die ganze Gesellschaft betreffen und dass die Stärkung der Fähigkeit jedes Einzelnen, Betrug zu erkennen und darauf zu reagieren, eine kollektive Investition ist.

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