Im hauptstädtischen Casino Syndical fand am Mittwoch, dem 10. Juni, die Generalversammlung der Union Luxembourgeoise des Consommateurs (ULC) statt, dies im Beisein von Verbraucherschutzministerin Martine Hansen.
Präsident Paul Gries ging in seiner Begrüßungsansprache unter anderem auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Bereich des Verbraucherschutzes ein, wie etwa die Themen Kaufkraft, Steuerreform, Energiepreise und Logement. Die ULC stehe für Fairness, Transparenz und Vertrauen im Alltag. Zentrales Ziel der ULC sei, die Verbraucherinnen und Verbraucher noch besser zu informieren, zu beraten und noch wirksamer zu schützen. Die Devise „Zuhören, informieren, sensibilisieren, vorbeugen und schützen“ sei und bleibe der Leitfaden der ULC, so Paul Gries.
Zu den Prioritäten gehöre auch, die Sichtbarkeit der ULC weiter zu stärken. Es sei wichtig, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher sich an die ULC wenden, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Soziale Medien, KI, Google und so weiter seien meistens nicht die besten Berater.
Ein wesentlicher Punkt für die ULC sei auch die gute Zusammenarbeit mit den politischen Akteuren im Interesse aller Verbraucher. Beim Gesetzentwurf 8708 zur Änderung des Verbraucherkreditgesetzes sei etwa auf Antrag der ULC das Sanktionssystem für die Kreditinstitute aktualisiert bzw. erweitert worden.
Der ULC-Präsident bedankte sich abschließend, bei allen Partnern, allen voran der Direktion für Verbraucherschutz mit an der Spitze Verbraucherschutzministerin Martine Hansen.
Im Anschluss ging ULC-Generalsekretär Marcel Laschette auf die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres und die Statistik der ULC-Rechtsabteilung ein. 2025 wurden insgesamt 5.104 neue Beschwerdeakten angelegt, was einer Steigerung von 9,89 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mehr als die Hälfte der Beschwerden (2.717) betrafen die Themen Bauwesen und Wohnen.
Verbraucherschutzministerin Martine Hansen unterstrich in ihrer Ansprache einmal mehr, dass die ULC der wichtigste Ansprechpartner für die Direktion für Verbraucherschutz sei. Deshalb sei es enorm wichtig, dass man gut zusammenarbeite. Die Ministerin lobte die Kontinuität seit dem letztjährigen Wechsel an der ULC-Spitze, ohne dass dabei jedoch vergessen werde, die Zukunft vorzubereiten.
Wegen der guten Arbeit im Interesse der Verbraucher habe die Regierung entschieden, die finanzielle Unterstützung für die ULC um 20.000 Euro zu erhöhen. Eine starke ULC sei gleichbedeutend mit einem starken Verbraucherschutz, so Martine Hansen, die anschließend unter anderem auf einige neue Maßnahmen im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher einging, wie etwa der Gesetzentwurf zum „Green Empowerment“ oder der von ULC-Präsident Paul Gries angesprochene Gesetzentwurf zur Änderung des Verbraucherkreditgesetzes.
ULC-Schatzmeister Alain Back präsentierte seinerseits die Bilanz für das Jahr 2025 und die Budgetvorlage für das Jahr 2026 – beide wurden einstimmig von der Generalversammlung verabschiedet.
Der Jahresbeitrag bleibt für das Jahr 2027 unverändert bei 80 Euro. Ein entsprechender Vorschlag wurde von der Versammlung angenommen.
Da in diesem Jahr keine Wahlen stattfanden – die Mitglieder des Verwaltungsrates werden jeweils für drei Jahre gewählt (Neuwahlen stehen im Juni 2028 an) – setzt der ULC-Verwaltungsrat sich nach wie vor wie folgt zusammen:
Präsident: Paul Gries (Syprolux)
Generelsekretär: Marcel Laschette (individuelles Mitglied)
Schatzmeister: Alain Back (ALEBA)
Vizepräsidentin: Liliane Cannivy (individuelles Mitglied)
Vizepräsident: Nico Wennmacher (Syndicat Chemins de Fer FNCTTFEL/Landesverband)
Vizepräsident: Camille Weydert (CGFP)
Beigeordneter Generalsekretär: Frédéric Stoffel (FGFC)
Beigeordneter Schatzmeister: Roberto Scolati (individuelles Mitglied)
Administratoren:
Sonja Frisch (individuelles Mitglied)
Nico Georges (Coopérative Casino Syndical Luxembourg S.C.)
Paulette Lenert (LCGB)
Carlos Pereira (OGBL)