Jeder weitere Tag, an dem der Installateur die Photovoltaikanlage unseres Mitglieds nicht in Betrieb nimmt, bedeutet für ihn einen erheblichen finanziellen Verlust. Denn abgesehen davon, dass die Anlage nicht genutzt werden kann und dadurch praktisch ihren gesamten Nutzen verliert, müssen auch die nicht erzeugte Solarenergie sowie die zusätzlichen Kosten berücksichtigt werden, die dadurch entstehen, dass der Kunde gezwungen war, Energie anderweitig zu beziehen.
Trotz wiederholter Aufforderungen unseres Mitglieds schienen die Solarmodule dazu verdammt zu sein, lediglich eine dekorative Funktion zu erfüllen! Auch ein Mahnschreiben, das der Kunde auf unseren Rat hin an den Unternehmer schickte, blieb wirkungslos.
Die ULC übernahm daraufhin den Fall und forderte ihrerseits das Unternehmen formell auf, innerhalb von acht Tagen die Photovoltaikanlage in Betrieb zu nehmen. Gleichzeitig kündigten wir klar an, dass unser Mitglied im Falle eines gerichtlichen Verfahrens eine erhebliche Prozesskostenentschädigung sowie einen entsprechenden Schadensersatz für den seit rund einem Jahr erlittenen Nutzungsausfall verlangen werde.
Die Gegenseite entgegnete, sie habe über keine Möglichkeit verfügt, den Kunden per E-Mail oder telefonisch zu erreichen! Unser Mitglied konnte sich angesichts dieser Behauptung ein bitteres Lachen nicht verkneifen, denn das Unternehmen verfügte selbstverständlich über sämtliche Kontaktdaten.
Der Mitarbeiter, der uns antwortete, räumte ein, dass das Unternehmen vermutlich „von den Ereignissen überrollt“ worden sei. Dennoch machte unser Ansprechpartner einen durchaus guten und aufrichtigen Eindruck und bestätigte uns zudem, dass in Kürze ein Elektriker vorbeikommen werde, um das Problem zu beheben.
Und tatsächlich: Die Anlage, die offenbar einen Konstruktionsfehler aufwies, wurde umgebaut. Nicht benötigte Komponenten wurden entfernt und anschließend durch neues Material ersetzt. Endlich funktionierte alles einwandfrei!
Wenn man bedenkt, dass der hinzugezogene Techniker die Anlage innerhalb eines einzigen Arbeitstages erfolgreich in Betrieb nehmen konnte, ist die Empörung über das Verhalten des Unternehmens durchaus nachvollziehbar. Mit etwas gesundem Menschenverstand hätte es unserem Mitglied viele Unannehmlichkeiten und vor allem diese unnötige lange Wartezeit ersparen können.